Die Euphorie der ersten Stunde

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Die Idee eine eigene Marke zu gründen ließ mich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr los. Aber wie? Ich hatte bereits lange genug in meiner Branche Erfahrungen gesammelt, um zu wissen, dass der Aufbau eines neuen Unternehmens bei Weitem kein Zuckerschlecken ist. Ich komme noch nicht einmal aus einer Unternehmerfamilie! Mein Vater ist Maschinenbaumechaniker und meine Mutter arbeitet im Bereich Controlling für eine große, internationale Computerfirma. Auf wessen Rat sollte ich also zurück greifen, wo ich doch nur die Erfahrungen aus einer sicheren Festanstellung kannte? Hier entstand der Leitsatz, den ich mir auch heute noch immer wieder ins Gedächtnis rufe, wenn ich von der Ungewissheit des Bevorstehenden übermannt zu werden drohe:

„Mach es einfach!“

Also legte ich die Bedenken beiseite und begann in meinem Stofffundus zu kramen. Nach einer halben Stunde sah mein Wohnzimmer bereits aus wie ein Stoffmarkt – Leder, Samt, Musterstoffe und Federn lagen nach Farbe und Textur sortiert verteilt im Raum. Ich ließ mich von Optik und Haptik der Materialien inspirieren und stellte die unterschiedlichsten Prototypen zusammen. Am Ende der Nacht war die erste kleine Kollektion meiner bis dato namenlosen Marke geboren.

Daniel Goletz

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